Über das Netzwerk

Liebe Promovierende der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)!

Die Promotion kann eine Phase von Hochs und Tiefs, von Möglichkeiten und Herausforderungen sein: Die Suche nach einem Thema, einer Ausgangsfrage, nach theoretischen Bezugspunkten und der passenden Erhebungs- und Auswertungsmethode – und dann soll das alles am Ende auch noch einen Sinn ergeben und ertragreiche Ergebnisse produzieren. Durch dieses Dickicht, das geprägt ist von der eigenen Leidenschaft für bestimmte Themen, der Hingabe zum Forschungsdrang, Anforderungen an Selbstverantwortung und -organisation und Sorgen vor dem Scheitern, müssen Promovierende einen Weg finden. Diesen Weg kann man alleine gehen; muss man aber nicht, wie wir finden! 

Daher haben wir, Jan Frederik Bossek, Anna Carnap und Nadia Wester, im Rahmen der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) im Jahr 2020 ein Netzwerk von Promovierenden für Promovierende gegründet. 
Dieses Netzwerk soll euch als Anlaufstelle dienen zusammen mit anderen Promovierenden wissenschaftliche Praxis einüben, laufende Projekte vorstellen sowie diskutieren und sich über eure Fragen und Unsicherheiten austauschen zu können. Wir sind davon überzeugt, dass so ein Netzwerk generell und gerade in Zeiten von Corona, in denen wir alle überwiegend im Home Office arbeiten und der Kontakt mit anderen Promovierenden massiv eingeschränkt ist, helfen kann, sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen, eigene Projekte voranzutreiben und vielleicht sogar gemeinsame Projekte zu initiieren.
Konkret planen wir mit dem Netzwerk, zwei Schwerpunkte abzudecken: Vernetzung und Austausch sowie Sichtbarkeit.

Vernetzung und Austausch

Unsere eigenen Erfahrungen als Promovierende haben uns gezeigt, dass es durchaus ein schwieriges Unterfangen sein kann, in Kontakt mit anderen Promovierenden der gleichen Fachrichtung zu kommen. Wir möchten euch mit dem Promovierendennetzwerk die Kontaktaufnahme miteinander erleichtern und möchten dies in Form von zwei Angeboten realisieren. 

Erstens möchten wir einen Anlaufpunkt für Arbeitsgruppen bilden, die durch uns, die Organisator*innen des Netzwerks, initiiert und koordiniert werden. Unsere eigenen Erfahrungen als Promovierende haben uns gezeigt, dass es durchaus ein schwieriges Unterfangen sein kann in Kontakt mit anderen Promovierenden der gleichen Fachrichtung zu kommen. Wir möchten euch mit dem Promovierendennetzwerk die Kontaktaufnahme miteinander erleichtern. Ihr könnt euch bei Interesse bei uns melden und wir stellen entweder den Kontakt zu bereits bestehenden Arbeitsgruppen her oder organisieren bei Bedarf das Zustandekommen einer neuen Gruppe. Die Arbeitsweise in eurer AG obliegt euch selbst. Das heißt, ihr organisiert die Regelmäßigkeit (z.B. wöchentlich, monatlich oder bei Bedarf) eurer Treffen und legt eigenständig fest, was ihr besprecht (mehr dazu hier).

Zweitens soll es ein jährliches, idealiter im Rahmen der Kommissionstagungen (oder davor) stattfindendes Netzwerktreffen geben. Ihr sollt hier die Möglichkeit erhalten, eure Projekte in Form von Vorträgen vorzustellen oder zu präsentieren, was ihr in den Interpretationsgruppen des Netzwerks erarbeiten konntet. Wir können uns auch vorstellen, vor den Sektionstagungen Veranstaltungen anzubieten, zum Beispiel Workshops oder Diskussionsrunden zu bestimmten, etwa die wissenschaftliche Karriere betreffenden Themen. Diese Veranstaltungen könnten auch einen experimentellen Charakter haben und sich so von den bereits bestehenden Angeboten unterscheiden. 

Sichtbarkeit

Unser zweiter Schwerpunkt stellt die Verbesserung der Sichtbarkeit von euch Promovierenden und euren Projekten sowohl untereinander als auch nach außen dar. Daher findet ihr auf dieser Homepage eine Datenbank mit aktuell laufenden (und beendeten) Dissertationsprojekten von Promovierenden aus der Kommission. Als Promovierende war und ist es für uns sehr schwer zu ermitteln, inwiefern das eigene interessierende Promotionsthema oder damit verbundene Fragestellungen schon von anderen Promovierenden bearbeitet werden und mit wem wir in Bezug darauf möglicherweise in Kontakt treten könnten. Wir sind davon überzeugt, dass eine Datenbank (mit Name, Universität, Thema, Arbeitstitel des laufenden Projekts) euch dabei helfen kann, sich im Fach zu orientieren, zu vernetzen und euer Erkenntnisinteresse zu schärfen. Die Datenbank wird von den Organisator*innen gepflegt.  

Des Weiteren soll diese Homepage für diejenigen unter euch, die ihr Dissertationsprojekt beendet haben, die Möglichkeit bieten, ihre Projekte ausführlicher vorzustellen, ggf. auch in Form eines Interviews, einer dialogisch strukturierten Arbeitsbesprechung oder eines Podcasts. Durch die Darstellung von abgeschlossenen und/oder veröffentlichten Dissertationsschriften auf der Homepage soll so ein Eindruck von aktuellen Entwicklungen in der ‚jungen‘ Bildungs- und Biographieforschung vermittelt werden.
Falls ihr eure Projekte auf unserer Seite vorstellen möchtet, meldet euch unter promonetzwerkqbbf@dgfe.de.

Zudem wird es einen Newsletter für das Promovierendennetzwerk geben, über den jährlich neue Informationen zum Netzwerk mitgeteilt werden. Zusätzlich ist auch ein gemeinsam bzw. mit wechselnder Hauptverantwortlichkeit gepflegter Twitteraccount angedacht.

Abschließend möchten wir betonen, dass wir keine (professionalisierte) Betreuungsarbeit für Dissertationsprojekte betreiben möchten und auch keine Beratung bei komplizierten Betreuungs- und Anstellungsverhältnissen anbieten wollen und können. Es ist ein zentrales Anliegen, nicht in das Betreuungsverhältnis zwischen Professor*innen und Promovierenden hinein zu intervenieren. Wir sehen uns ausschließlich als Plattform zur Vernetzung und zum gegenseitigen inhaltlichen wie kollegialen Austausch.

Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenlos.
Bei Interesse bitte eine Mail an promonetzwerkqbbf@dgfe.de senden.